"Bräute"
Straßentheaterprojekt des Studiengangs Figurentheater
Sommersemester 2005
Im Walzertakt kreisend, vom Wind der Vergangenheit in unsere Gegenwart
geweht, kommen die Bräute getanzt. Schneeweiß, verlockend in ihren anmutigen Gebärden, grillenhaft klingend ihr
Gesang...
"Die Helle des Tages - die Schwärze der Nacht". Den romantisch verklärten Frauenbildern folgen Bilder des sehnsüchtigen
Liebesschmerzes, der Zerbrechlichkeit und der Vergänglichkeit. Eben noch das
blühende Leben, zeigen sich die Bräute nun dem Zuschauer als Meute alter Weiber.
Der Dreiheit des Walzerschrittes folgend, überraschen sie in einer neuen
Verwandlung: Schalkhaft, unergründlich, vital - animalisch, werden Felle, Tierhäute,
ein Schlangen- Vogelkopf am und unter den Brautkostümen der Spielerinnen
sichtbar. Die Formen geraten aus den Fugen.
Großkopferte, Spinnenbeinige, schuppig - tierische - schwebende Weibswesen
treiben ihr Unwesen...
Inspiriert durch Dichtungen der Romantik von Heine, Eichendorff und
Briefwechseln der Günderode, Bettina von Arnim und Susette Gontard, sowie
der Liebeslieder-Walzer von Brahms, entsteht ein szenisches Ereignis für
acht Darstellerinnen, Masken, Tierverkörperungen und einen Musiker.
Spieldauer: ca. 30 min.
Idee und Szenografie: Sylvia Wanke und Ensemble
Szenische Einrichtung: Ines Müller-Braunschweig und Lisa Thomas
Spielerinnen: Studentinnen des 2. Jahrgangs 2005
Akkordeon: Frank Eisele
Fotos: Helmut Pogerth

Bräute
|


Fisch und Kröte

Spinne

Huhn und Bräute
|