OPERNSCHULE

 

    

Opernschule

Institut für Theater
(Schauspielschule, Opernschule, Figurentheater)
Institutsleiter: Prof. Franziska Kötz
Fakultät IV

Vorschau 2010: La Bohème
Rückblick: Produktionen 2007 bis 2010

Lehrveranstaltungen Opernschule
Lehrende
Anforderungen der Aufnahmeprüfung

Master Oper
Opernstudio Stuttgart 2010/11

Spielplan des Wilhelma Theaters

Erfahrungsberichte und weitere Informationen
Studenten 2010



La Bohème
Premiere: 13. Juni 2010, Wilhelma Theater
Weitere Vorstellungen:
15., 16.,18.,19.,20.,22. und 23. Juni 2010

Neu! Opernstudio Staatsoper Stuttgart 2010/11

Eine Kooperation der Staatsoper Stuttgart mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart

Zum Wintersemester 2009/10 wurde das Opernstudio Stuttgart neu eingerichtet.

Bewerbung im Rahmen der Anmeldung zur Aufnahmeprüfung Solistenklasse Opernschule bzw. Gesang

Bewerbungsschluss: 15. Januar 2010 für SS 2010
Aufnahmeprüfung: Februar 2010
Bewerbungsschluss: 15. Juni 2010 für WS 2010/11
Aufnahmeprüfung: vorauss. Juli 2010
weitere Informationen zum Opernstudio

Das Operstudio Stuttgart wird durch die Schwabengarage AG ermöglicht.



Master Oper Aufnahmeprüfung
Studien- und Prüfungsordnung   [ Druckversion (PDF, 50 KB)]
Anlage I: Studienplan   [ Druckversion (PDF, 50 KB)]
  (Semesterwochenstunden und Leistungspunkte)
  Anlage II: Modulplan  [ Druckversion (PDF, 50 KB)]
  (Module, Leistungsnachweise und Leistungspunkte)
  Anlage III: Prüfungsanforderungen   [ Druckversion (PDF, 50 KB)]
  zur Master-Prüfung und zur Zwischenprüfung

Die Opernschule Stuttgart ist eine der drei Ausbildungsstätten in Deutschland, in denen pro Semester eine Orchesterproduktion den Studenten die Möglichkeit gibt, ihre Bühnenausbildung durch praktische Erfahrung zu bereichern. Bei derzeitig 19 Studenten im Hauptkurs und 2 Studenten in der Solistenklasse bietet das allen eine veritable Ausbildungschance.
Im November finden drei Agenturvorsingen im Wilhelma-Theater statt, bei denen die Studenten des zweiten Jahrgangs sich sowohl der staatlichen, als auch zwei privaten Agenturen vorstellen können.

Erfolge unserer Absolventen bzw. Noch-Studenten


Ilja Werger wird ab Spielzeit 2010/11 festes Ensemblemitglied für zwei Jahre im Theater Magdeburg Er wird dort Zauberflöte (Tamino), Traviata (Alfredo), Fledermaus (Alfred), Turandot (Pong), Lucia di Lammermoor (Arturo) singen.
Byeong In Park ist festes Mitglied im Theater Bremen.
Pinelopi Argyropoulou (Opernstudio) hat inzwischen in Il Trovatore (Ines), Pinocchios Abenteuer (Rosaura) gesungen und bereitet Figaros Hochzeit (Barbarina), Katja Kabanowa (Fekluscha) vor.
Diana Haller (Opernstudio) singt in der Neuinszenierung Parsifal einen Knappen. Danach wird sie in Katja Kabanowa (Glascha), in Carmen (Mercedes) zu hören sein.
Sun Yun Park (Opernstudio) hat in Eugen Onegin die Partie Saretzki gesungen, bereitet Carmen (Morales) vor.
Carlos Zapien (Opernstudio) hat in Il Trovatore Ruiz, in Pinocchios Abenteuer gesungen. Er wird in Gegen die Wand im Kammertheater, und im Figaro (Curzio) singen.

Viktoria Varga singt weitere Vorstellungen Zauberflöte (Königin der Nacht ) in Innsbruck und Budapest.
Ivan Tursic konnten seinen Vertrag am Staatstheater Hannover verlängern, singt dort Macbeth (Malcolm), Carmen (Remendado), Kaiser von Atlantis (Harlekin), Fidelio (Jaquino), My fair Lady (Freddy) u.a.
Jong Min Lim, nach dem Opernstudio Köln nun im Festengagement in Koblenz, hat nach Wozzeck (Hauptmann), Don Quichotte (Quichotte), Il matrimonio segreto (Geronimo) nun in Drei Schwestern (Soljony) gesungen.
Evelin Novak (Internationales Opernstudio Berlin) singt neben Placido Domingo in Simone Boccanegra und im Fernen Klang v. Schreker.

Vorschau Juni 2010: La Bohème

LA BOHÈME
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Musik von Giacomo Puccini
Eine Produktion der Opernschule

Musikalische Leitung: Bernhard Epstein
Inszenierung: Bernd Schmitt
Bühne & Kostüme: Claudia Philipp
Württembergische Philharmonie Reutlingen
Chor: Studenten der Hochschule und Gäste

Mi-Yeon Baek, Saejoung Choi, Larissa Ciulei, Mirella Hagen, Yuna-Maria Schmidt, Hyun-Ouk Cho, Hyorim Choi, Christopher Kaplan, Dennis Marr, Caio Monteiro, Kai Preußker, Daniel Raschinsky, Alexander Schuster, Oleskandr Shcherbakov, Joun-Seong Shim, Dionysios Tsaousidis, Patrick Zielke.

Premiere: 13. Juni 2010, Wilhelma Theater
Weitere Vorstellungen:
15., 16.,18.,19.,20.,22. und 23. Juni 2010
Wilhelma Theater

La Bohème
Boheme: das Wort für „ungezwungenes Künstlerleben“ wurde im 19. Jh. aus frz. bohème entlehnt, das seinerseits aus mlat. bohemus „Böhme“ zurückgeht. Das mlat. Wort bezeichnete auch den „Zigeuner“, offenbar weil die Zigeuner über Böhmen nach Westeuropa eingewandert sind. Das „Zigeunerleben“ der Pariser Künstler wird schließlich für eine ungebundene Lebenshaltung, für ein unkonventionelles Milieu bezeichnend.
Duden. Etymologie der deutschen Sprache


Ausgerechnet Bohème, die vielgeliebte, die viel gehörte Bohème, die schmelzige, schmalzige, bis in den letzten Winkel ausgeleuchtete Bohème. Paris, die Künstler, Weihnachten und über allem schwebend, die bis zur Unberührbarkeit zerbrechliche und bereits durch ihre erste Ohnmacht nach zwei Minuten auf der Bühne fast nicht mehr auf dieser Welt lebende, hustende Mimi, zum Engel poliert, aller menschlichen Innereien beraubt und als Schlacht- und Sühneopfer rein und sterbend der Männerwelt auf mattsilbern glänzendem Klangteppich serviert. Wollen wir das wirklich noch einmal hören?
Und dann: hat eine Opernschule überhaupt eine Chance gegen die Stimmen, die wir verinnerlicht haben, die uns in den Ohren und Hirnen klingen als ewig gültige Version?
Und doch gibt es einen Punkt, einen vielleicht entscheidenden, zumindest nicht gänzlich unwichtigen Punkt, der eine Opernschule in die Lage versetzt, genau dieses Werkes sich anzunehmen. Im Vorwort zu ‚Scènes de la vie de Bohème’ von Henri Murger, auf dessen Roman Puccinis Oper basiert, unterscheidet der Autor sehr deutlich zwischen falscher und echter Bohème. Die falsche Bohème, so schreibt Murger sinngemäß, grenze sich gegen das Bürgertum durch ihren Habitus ab, den sie als Lebensprinzip verstehe, der aber nicht selten unfreiwillig entstanden ist, meist aus gescheiterter sozialer Anpassung. Die echte Bohème dagegen lebt diesen Stil nur der momentanen Not gehorchend, als Übergangsstadium zwischen Berufswahl und der Erlangung von Ruhm und Reichtum. Als Maler, Schriftsteller und Journalist hatte Murger sozusagen Anteil an fast allen Künsten seiner Bohemiens, mal abgesehen von der Musik. Und er hatte noch etwas, das er allerdings keinem Bohemien in die Biographie einschreiben wollte. Seine Tuberkulose, an der er schließlich starb, musste eine andere ihm tragen, die hat er Mimi vermacht. Seine Künstler sollten an ihr Ziel kommen. Sterben musste der Engel, der auf die Welt gekommen war, uns dieses Leiden abzunehmen. Es lebe die Boheme!

Doch zurück zu unseren Studenten. Stehen sie nicht an dem nämlichen Scheidewege, den auch die Bohemiens aus der Oper vor sich sehen? Wie ist mein Weg und welche Mittel stehen mir zur Verfügung und welche bin ich gewillt einzusetzen? Um die Beantwortung dieser Frage aufzuschieben, hat sich die Bohème eine eigene Sprache gebaut. Nichts wird verschont von ihren Wortwitzeleien, die Kunst nicht und nicht der Hunger, die Bürger sowieso nicht, aber auch nicht die Liebe. Noch jedes Bekenntnis taugt für ein Bonmot. Ihr gesunder Zynismus baut eine Brücke über den Abgrund der Angst vor der künstlerischen Bedeutungslosigkeit hinüber in das Land, in dem die Sonne des Ruhmes nie untergehen wird. Auf dieser Brücke lebt heute der Student wie damals der Bohemien. Noch hat jeder die Möglichkeit abzustürzen oder das verheißene Land zu erreichen. Noch lebt jeder seinen Traum und lässt kein Fest aus, keinen Streit, kein Wortspiel und keine Frau. Ach ja, die Frauen. Längst haben sie sich auf statt an die Seite der Bohemiens geschlagen und das Leben und Sterben wieder gleichmäßig unter sich aufgeteilt.

Puccinis La Bohème verhandelt die Sache der Studenten. Sie sind noch keine im Zentrum der Hochkultur angekommenen Gesangsstars mittlern oder gar höheren Alters, die aus der Warte des abgesicherten Besserwissers sich vielleicht noch einmal virtuos an ihre Anfänge erinnern. Es sind talentierte junge Menschen, die jetzt zum Sprung ansetzen wie Murgers Bohemiens. Möge ihre Landung weich sein oder wenigstens ihr Schädel hart!
Bernd Schmitt


Rückblick Februar 2010: La Calisto


La Calisto
Musik von Francesco Cavalli (1602-1676)
Dramma per musica von Giovanni Faustini
Stuttgarter Fassung von Marco Storman, Michael Klubertanz, Miriam Reimers, Werner Knoedgen
Eine Kooperation der Opernschule mit dem Studiengang Figurentheater
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Ein grausamer Krieg hat die Erde verwüstet. Jupiter und Merkur steigen in das besiegte Land herab, um den Schaden zu begutachten. Dabei stoßen sie auf die vergeblich nach Wasser suchenden Nymphe Calisto. Von der Unschuld Calistos berauscht, lässt Jupiter eine frische Quelle entspringen, um die schöne Nymphe zu betören. Doch Calisto weist ihn empört zurück. Jupiter, der so schnell nicht von der Schönen lassen will, nähert sich ihr erneut - diesmal in der Gestalt ihrer Herrin Diana. Der Schwindel gelingt. Calisto erliegt seinem Werben und es beginnt ein hocherotisches Wechselspiel von Verführung, Macht und Unterwerfung. Noch ganz im Rausch der Liebesnacht begegnet Calisto der echten Diana. Die Herrin der Keuschheit verstößt Calisto ob dieses ungeheuren Verrats aus ihrem Gefolge. Doch auch Diana pflegt heimlich eine romantische Liebe zu dem Heimatlosen Endimione. Juno, die Gattin Jupiters, hat ebenfalls von dem amourösen Abenteuern ihres Mannes gehört. Von wilder Eifersucht gepackt reist sie auf die Erde und verwandelt die einsam durch die Wälder streifende Calisto in einen Bären. Deren einziger Trost bleibt die Hoffnung, am Ende ihres unglücklichen Lebens als Sternenbild in den Himmel Einzug zu halten.

Die erotische Triebhaftigkeit des Menschen in all ihren Facetten und die damit einhergehenden Mechanismen der Macht haben Pier Francesco Cavalli und sein Librettist Giovanni Faustini zum Thema ihrer 1651 in Venedig uraufgeführten Oper gemacht. Cavalli, Schüler von Claudio Monteverdi und mit diesem Schöpfer der venezianischen Oper des 17. Jahrhunderts, gestaltet die lyrischen Momente romantischer Liebe ebenso wie die Szenen handfester Erotik voller Abwechslungsreichtum, Ausdrucksstärke und spielerischer Leichtigkeit.

Mit Indra Podewils, Hyun-Ah Kim, Yuna Maria Schmidt, Melanie Schlerf, Leandro Bermudez a.G., Kai Preußker (Sänger) und Pauline Drünert, Mirjam Ellenbroek, Laura Oppenhäuser, Stefan Wenzel (Figurenspieler)
Sebastain Gerasch, Schauspieler a.G.
Musikalische Leitung: Michael Klubertanz
Regie: Marco Storman
Figurenszenen: Werner Knoedgen / Sylvia Wanke
Bühne und Kostüme: Kersten Paulsen
Dramaturgie: Angela Löer

Es sangen und spielten Studenten der Opernschule und des Studiengangs Figurenspiel der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Es spielten Dozenten und Studenten der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart


Arkadien ist abgebrannt. „La Calisto“ im Wilhelmatheater: Die Stuttgarter Opernschule verwandelt Cavallis frühbarockes Stück in handfest aktualisiertes Regietheater
Der arkadische Wald, in dem Francesco Cavallis frühbarocke Oper „La Calisto“ spielt, ist auf der Bühne des Stuttgarter Wilhelmatheaters weggebombt. Nur noch ein paar Holzbalken und Baumstämme liegen in der kriegszerstörten Wüstenei. (...) Michael Klubertanz am Dirigierpult hält die locker gefügten Szenen aus geschmeidigen Dialogen, rezitativischen Monologen und kantablen Ariosi in Fluss und ließ sich auch nicht durch die eingespielten Bombendetonationen aus der Ruhe bringen. Das darstellerisch durchweg mitreißende Ensemble aus zwei Schauspielern - Sebastian Gerasch als Merkur und Figurenspieler Stefan Wenzel als Silvano - und sechs Sängerinnen und Sängern wird munter begleitet vom neunköpfigen Instrumentalensemble, das in der Premiere nur gelegentlich mal einen Einsatz verhudelte. Kai Preußker als Jupiter erfreut durch seinen gut geführten, wohlklingenden Bariton, Indra Podewils als seine Gattin durch ihren ausgewogenen, weittragenden Mezzo. Die Soprane Melanie Schlerf als Diana und Hyun Ah Kim als Pan berühren durch lyrischen Schmelz, während Yuna-Maria Schmidt als Calisto schier Unglaubliches leistet. Ob gefesselt, ob auf einem Eimer kniend oder einem Tisch liegend mit nassen Papierfetzen im Gesicht: Stets bleibt sie intonationssicher und ausdrucksstark. Und die Entdeckung des Abends? Zweifellos der junge Kontratenor Leandro Bermudez, der als Gast aus Basel den hübschen Hirten mit den löchrigen Socken gab: So ungekünstelt, so natürlich hört man einen Mann nur sehr selten mit Kopfstimme singen.

Verena Großkreutz in der Eßlinger Zeitung vom 9. Februar 2010













Rückblick Juni 2009: Jewgenij Onegin

Pjotr Iljitsch Tschaikowskij: Jewgenij Onegin
Lyrische Szenen in drei Akten nach dem Versroman von Alexander Puschkin
In russischer Sprache
Musikalische Leitung: Prof. Per Borin
Regie: Matthias Schönfeldt
Es sangen Studenten der Opernschule der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Es spielte das HochschulSinfonieOrchester und das Stuttgarter Kammerorchester
Bühne und Kostüme: Kersten Paulsen
Dramaturgie: Miriam Schmuck

Nachsicht, Milde, einen Nachwuchsbonus? Brauchen diese Sänger und braucht dieser rundum gelungene Abend der Opernschule im Stuttgarter Wilhelma Theater ganz und gar nicht: Tschaikowskys „Eugen Onegin“ ist in Matthias Schönfeldts munterer, detailreicher Inszenierung anseh- und mit den jungen Sängern der Stuttgarter Musikhochschule außerdem auch ausgesprochen anhörbar geworden. Nach drei Stunden verlässt man die Vorstellung mit dem beglückten Gefühl, dass es um den Nachwuchs für deutsche Opernbühnen weiß Gott nicht schlecht bestellt ist - auch wenn sich dieser wie hier verstärkt auf Sänger aus Fernost stützen muss.
So singt Byeong In Park die Titelpartie mit viel darstellerischem Engagement und einem sehr ebenen, in Farbgebung und Intonation freilich noch ausbaubaren Bariton. Dass bei der Premiere am Mittwoch im Ensemble viel Aufregung mitschwang, meinte man vor allem Hyun Ouk Cho anzuhören, der dem Lenski eine satte Mittellage und ein ansprechendes baritonales Fundament, zugleich aber auch etliche Unsicherheiten vor allem in der Höhe mitgibt. Sehr dramatisch ist die Partie der Tatjana mit Larissa Ciulei besetzt, deren kraftvoller Sopran sehr farbreich erblühen, gelegentlich aber auch etwas scharf wirken kann. Exzellentes leistet Kerstin Wagner als Filipjewna mit ihrem präzisen, leuchtenden Alt, Juliana Parra singt eine ansprechende Olga, Daniel Raschinsky (Saretzkij) hat richtig großes Potenzial, Christian Wilms gibt einen guten, wenngleich noch etwas steif wirkenden Triquet, für Gae Hwa Yang als Larina gilt dasselbe, und vor allem Sung Wook Lim als Gremin stützt den Eindruck, dass die Sänger dieser Produktion sehr typgerecht besetzt sind.
Simon Zimmermann hatte den Chor aus Studenten und Mitgliedern des Extrachores der Stuttgarter Staatsoper sehr genau einstudiert - schade nur, dass das aus Hochschulorchester und Stuttgarter Kammerorchester zusammengesetzte Orchester unter Per Borin mit den hohen sängerischen Präzisionswerten nicht mitzuhalten vermag. Vieles versetzt sich hier nicht optimal, und vor allem die tiefen Streicher verschleppen das Tempo, trüben die Stimmung.
Da schafft nur der Blick auf die Bühne Abhilfe, denn dort erreicht Matthias Schönfeldt mit bescheidenen Mitteln und feinfühliger, intelligenter Personenführung Erstaunliches: Da entdeckt Tatjana naschend am Marmeladentopf erstmals die Lust der Sinnlichkeit; wir erleben mit Onegin und Lenski, wie schnell aus einer Männerfreundschaft eine Feindschaft werden kann, deren tragische Konsequenz selbst der konziliante Titelheld, der sich zunächst nur mit Wasserpistole und Kirschkernen bewaffnet, nicht mehr abwenden kann. Derweil spielt der überzeugend individualisierte Chor munter „Die Reise nach Jerusalem“ und schaut am Ende, einzeln und zu Paaren in die Sitzreihen eines Theaters im Theater eingereiht, dem Publikum gerade ins Gesicht. Dieses genießt und leidet mit und freut sich beim begeisterten Schlussapplaus, als die Erleichterung unter den Sängern mit Händen zu greifen ist. Geschafft - und wie!

Susanne Benda am 12. Juni in den „Stuttgarter Nachrichten“


















Rückblick Februar 2009: Die Nacht der Diktatur

Die Nacht der Diktatur
Vier Kammeropern
Claudio Monteverdi / Torquato Tasso Il combattimento di Tancredi e Clorinda (1624)
Giovanni Battista Pergolesi / Tommaso Mariani
Livietta e Tracollo (1734)
Ernst Krenek
Der Diktator (1926)
Harrison Birtwistle / Michael Nyman
Down by the Greenwood Side (1971)

Mit: Anne Andresen, Hyun Ouk Cho, Fabian Egli, Sungmin Kim, Stefania Kurtikyan a. G., Evelin Novak, Maria Palaska, Juliana Parra, Indra Sarah Podewils, Kai Preußker, Viktoria Varga, Marija Vidovic-Zuzul, Christian Wilms

Es spielen Mitglieder des HochschulSinfonieOrchesters der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart sowie Spezialisten für alte Musik

Musikalische Leitung: Prof. Stephan Schmidt (Gesamtleitung) sowie Felix Schuler-Maybier (Pergolesi), Georg Köhler (Krenek), Kwang-Hyun Kim (Birtwistle)
Regie: Bernd Schmitt
Bühne und Kostüme: Claudia Philipp
Dramaturgie: Miriam Michel

„Gewalt reizt Gewalt, und die stärkere siegt“, tönt der Diktator (Sung-Min Kim) in Kreneks Einakter, und tatsächlich gründen die Beziehungen aller Figuren des Projekts auf tödlichen Machtspielen. Bei Monteverdi wird sie in der mit Holzspänen bedeckten Stierkampf-Arena (Bühne: Claudia Philipp) exekutiert in den Gladiatorenkämpfen der Kreuzritter und Muslime, artikuliert durch die Schlachtgesänge und kurzen Ariosi Tancredis (Christian Wilms) und Clorindas (Stefania Kurtikyan). Die dramatische Erzählerrolle wird hier von einer leidenschaftlich erregten Frau (Juliana Parra) gestaltet, das Barockensemble Trossingen musiziert in Stephan Schmidts Leitung stilsicher.
Bei Pergolesi herrscht die Leichtigkeit der Opera Buffa, die Rezitative hat Regisseur Schmitt recht witzig ins Deutsche übersetzt, so dass sich Livietta (Marija Vidovic) und Tracollo (Fabian Egli) auch rhetorisch schlagkräftig bekriegen können. Während das vorwiegend vor dem Vorhang abläuft, weitet sich die Bühne bei Kreneks „Diktator“, der von Florian Kunz mit Klavierauszug begleitet wird, per Filmleinwand zur Hochgebirgslandschaft. Birtwistles „Down by the Greenwood Side“ schließlich hat Schmitt als Musik-Theater-Vaudeville brillant inszeniert. Father Christmas schwebt Gottschalk-like vom Bühnenhimmel herab und ruft den heiligen Georg auf den Plan, wobei Fabian Egli und Christian Wilms sich hier auch in parodistischen Sprechrollen effektvoll präsentieren können, desgleichen Hyun-Ouk Cho als Pitbull-Superman Bold Slasher. Allein Anne Andresen als Mrs Green verfügt über die Macht des Gesangs zum Ausdruck ihrer Verzweiflung. Die knallige Satire auf Mord und Totschlag wird verschärft durch das fast nur mit Bläsern besetzte, grell und pointiert aufspielende Hochschulorchester in der Leitung von Kwang-Hyun Kim. Bernd Schmitt und allen Mitwirkenden ist eine unterhaltsame, vielseitige Aufführung mit guten gesanglichen Leistungen gelungen.

Dietholf Zerweck am 11. Februar 2009 in der „Cannstatter Zeitung“


Fotos: Monika Brückner



















Rückblick 2008

Gioachino Rossini:
La scala di seta & L’occasione fa il ladro


Musikalische Leitung: Bernhard Epstein
Inszenierung: Matthias Schönfeldt
Bühne & Kostüme: Kersten Paulsen
Studierende der Opernschule
Bläsersolisten der Musikhochschule &
Kurpfälzisches Kammerorchester Mannheim

Premiere: Freitag, 23.5.2008, Wilhelma Theater

Matthias Schönfeld, der zuletzt 1999 im Wilhelma Theater Puccinis Gianni Schicchi inszeniert hat, hat eine neue Fassung beider Einakter erarbeitet: La scala di seta - leider etwas belanglos gerät die Handlung durch das dramaturgische Missgeschick, dass die Liebesverbindung Giulia-Dorvil von vorneherein (durch die briefliche Zusicherung der abwesenden aber allmächtigen ‚guten Tante‘) gesichert ist - spannender wird es, wenn diese Liebe gefährdet ist: durch den Willen des Vormundes, durch das erotische Knistern bei der Begegnung Giulia-Blansac, durch Dorvils Eifersucht, durch Germanos Irrtümer. Noch dramatischer, wenn man Giulias Not in ihrer Arie ernst nimmt: dass sie sich ihrer Wahrnehmungen und Gefühle überhaupt nicht mehr sicher ist.
Vielleicht kann man das Rad der Verwirrung an diesem Punkt noch weiter drehen, den Rossini’schen Taumel auf die Spitze treiben, ins Surreale wenden: Die absurde Situation, sich seiner selbst nicht mehr sicher zu sein, sich im Wechsel von Gefühlen und Tauschen von Rollen zu verirren....



Pressestimmen:

Gelegenheit macht Liebe
Während Rossinis Ouvertüre Purzelbäume schlägt, fährt Giulia im Rollstuhl nervös im Quadrat. Eine Strickleiter fährt vom Himmel herunter. Zeit zum Träumen für die Querschnittgelähmte: Was wäre, wenn? Sie erklimmt die Sprossen und landet mitten in den Irrungen und Wirrungen jener Gefühle, die die Sehnsucht gebiert.
Ein starker Auftakt im Wilhelma Theater zu einer rundum gelungenen Produktion der Opernschule der Musikhochschule Stuttgart. Regisseur Matthias Schönfeldt hat aus zwei Rossini-Operneinaktern ein quirliges Verwirrspiel der Liebe namens „L’occasione sulla Scala“ arrangiert. Immer wieder beginnt die Geschichte von vorne: Die Ankunft Dorvils steht bevor, den Giulia heiraten soll. So will es ihr Onkel. Sehr zum Schaden des Dieners Germano, der Giulia liebt. Dann ist da noch der Postmann, der ständig klingelt, und die Kusine, die stört. Fünfmal wird die Komödie wild durcheinandergewirbelt: Mal sitzt der Onkel im Rollstuhl, mal der Diener. Mal verliebt sich Dorvil in die Kusine, mal schäkert Giulia mit dem Briefträger. Mal ist der Richtige der Falsche, und der Falsche der Richtige. Giulias Träume aber enden stets im Debakel. Und am Schluss bringt sich der Diener selbst um, weil die Würfel gefallen sind. Schönfeldt hat die stimmlich hervorragend vorbereiteten Operneleven zu darstellerischer Höchstleistung animiert: Fanie Antonelou vermittelte einfühlsam die Facetten der Träumerin Giulia, Dionysios Tsaousidis gab den Diener molto italiano, Fabian Egli als Briefträger überraschte durch waghalsige Sprünge ins Nichts. Im wuselig-variativen Ensemblespiel glänzten auch Ilja Werger als Dorvil, Silvia Häntsche als Kusine und Tobias Keil als Onkel. Derweil sorgte das Kurpfälzische Kammerorchester Mannheim, unterstützt von Bläserstudenten, unter Leitung von Bernhard Epstein für Rossinis Geist in der Musik.


Verena Großkreutz in den Stuttgarter Nachrichten vom 26. Mai 2008












Rückblick Februar 2008

Produktion 2008
Kooperation mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und dem Theater Konstanz
Dido and Aeneas (Purcell)
Le Cinesi (Gluck)

Musikalische Leitung: Vassilis Christopoulos
Inszenierung: Birgit Kadatz / Bernd Schmitt
Bühne und Kostüme: Annette Wolf

Orsolya Ercsenyi, Gabor Birta, Maria Palaska, Kerstin Wagner, Viktoria Varga, Nicola Lobmüller, Jung Bo Hahm, KammerChor Stuttgart (Purcell); Pinelopi Argyropoulou, Kerstin Wagner, Silvia Häntsche, Ilja Werger (Gluck).


Ein musiktheatralischer Doppelabend, in dem neben der Todesverliebtheit in Purcells Dido and Aeneas und in Glucks ‚Azione teatrale’ dem Spiel im Spiel und der Lust am Fremden gefrönt wird, feiert in Kooperation mit dem Theater Konstanz und der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz im Wilhelma Theater Premiere. In einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit erhalten junge Nachwuchssolisten die Chance, eine Opernproduktion unter professionellen Bedingungen und mit Begleitung eines professionellen Orchesters zu erarbeiten und über einen längeren Zeitraum an verschiedenen Spielorten aufzuführen.


Pressestimmen:

Einen kurzweiligen Opernabend mit zwei Einaktern von Henry Purcell und Christoph Willibald Gluck präsentiert die Stuttgarter Musikhochschule im Cannstatter Wilhelma Theater. Die Koproduktion mit der Südwestdeutschen Philharmonie und dem Theater Konstanz besticht durch intelligentes Spiel und erstaunliche musikalische Qualität. (...)
Pointiert und geschmackvoll wie die Kostüme von Annette Wolf ist auch die musikalische Leitung des jungen griechischen Dirigenten Vassilis Christopoulos, der mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz einen dynamisch federnden Gluck und, klangfarbig verstärkt durch zwei Lautenisten, einen exquisiten Purcell musiziert. Die Aufführung im Wilhelma Theater ist absolut sehenswert.
Esslinger Zeitung


Dass eine ästhetische Abhandlung so kurzweilig sein kann, liegt auch an den drei Solistinnen und dem Solisten, die als fortgeschrittene Studierende der Opernschule in Stuttgart neben der sängerischen Profession auch veritable spielerische Begabung an den Tag legen. Kerstin Wagner als die prollige Lisinga ist einfach eine Wucht und wartet zudem mit einer weitgehend ausgereiften Altstimme auf. Pinelopi Argyropoulou als zickige Sivene überzeugt mit girrendem Sopran und strahlender Höhe (...) Ebenfalls mit schönem Potential: Silvia Häntsche, die als Tangia den eitlen Türken auf dem Motorrad gibt. Und Ilja Werger als Silango singt sich mit einschmeichelndem Tenor ins Herz.
Zum dritten Mal hat nun also eine Oper als Koproduktion zwischen Südwestdeutscher Philharmonie und Theater auf die Konstanzer Bühne gefunden - es ist mit Abstand die professionellste.
Südkurier Konstanz













Rückblick Sommer 2007 - Benjamin Britten: Ein Sommernachtstraum



Benjamin Britten: Ein Sommernachtstraum
Oper in drei Akten (1960)

Libretto: Benjamin Britten und Peter Pears nach William Shakespeare; Deutsche Einrichtung: Ernst Roth nach der Übertragung von August Wilhelm von Schlegel; Gesungen in deutscher Sprache.
Premiere: 17. Mai 2007

Anna Escala, Gábor Birta, Ivan Tursic, Byeong-In Park, Sandra Tschernitsch, Melanie Horner, Cornelius Burger, Jong-Min Lim, Henning Jensen, Patrick Zielke, Joong-Hwan Yoo, Jung-Bo Hahm, Marcell Bakonyi, Margret Hauser, Kerstin Wagner u.a.

Es spielte das HochschulSinfonieOrchester. Musikalische Leitung: Robin Engelen; Inszenierung: Manfred Weiß; Bühne und Kostüme: Kersten Paulsen; Regieassistenz und Inspizienz: Simon Zimmermann.
Fotos von Monika Brückner




Benjamin Britten über den "Sommernachtstraum"

Ich habe den Sommernachtstraum geliebt. Je älter ich werde, desto mehr liegen mir Werke der sehr Jungen als auch der sehr Alten. Für mich ist der ‚Sommernachtstraum‘ das Werk eines sehr jungen Mannes, gleichviel wie alt Shakespeare nun gewesen sein mochte, als er ihn schrieb.

Zur Vertonung eignet sich das Stück meines Erachtens besonders gut, weil es drei ganz verschiedene Gruppen - die Liebespaare, die Rüpel und die Elfen - einander gegenüberstellt; Gruppen, die dennoch ineinanderspielen. Aus diesem Grunde habe ich bei der Komposition für jede einzelne Gruppe ganz bestimmte, sich voneinander unterscheidende Orchesterfarben verwendet. Beim Sommernachtstraum stellte sich zunächst die Aufgabe, das stück auf ein der Opernpraxis angemessenes Ausmaß zu reduzieren; es war notwendig, die außerordentlich vielfältige Handlung zu vereinfachen und den Text, wo immer es möglich war, zu kürzen. (...)

Wir hielten uns treu an Shakespeares Text. Keinerlei Schuldgefühl bewegt mich, weil ich das Stück gewissermaßen halbiert habe Der Original-Shakespeare wird es überleben. Auch habe ich mich nicht gefürchtet, mich an ein Meisterwerk heranzuwagen, das bereits von einer eigenen Wortmusik erfüllt ist. Diese Musik und die von mir geschriebene beween sich auf zwei Ebenen. Ich habe auch nicht versucht, eine mit Worten definierbare Auffassung des Werkes auszudrücken. Ich wünsche mir Sänger, die auch spielen können. Mozart, Gluck und Verdi haben dasselbe verlangt.













Erfahrungsberichte und weitere Informationen zur Opernschule

Hochzeitsfeier mit blauem Auge - Gesprächsrunde zur Produktion
Im April 2006 war Premiere dieser Produktion der Opernschule. Der damalige Intendant Volker Canaris sprach mit dem Regisseur Bernd Schmitt und mit den Sängern Zuzanna Foremska (Gräfin), Patrick Pobeschin (Graf) und Kristina Susic (Marcellina) über Handlung, Charaktere und Vorahnungen...
Don Giovanni und mehr. Das neue Konzept der Opernschule
(Text: Cordula Pätzold; Artikel aus dem SPEKTRUM vom Winter 2004/05)
Ein Sprung ins kalte Wasser wird es sicher immer bleiben, wenn ein Student das erste Mal auf der Opernbühne. Der Weg dorthin jedoch ist ab Wintersemester 2004/05 wesentlich flexibler als bisher: Das neue dreistufige Modell mit modularer Struktur...
Vom Balljungen zur Nonne. Erfahrungen in der Opernschule
(Text: Annelies Dille; Artikel aus dem SPEKTRUM vom Winter 2003/04)
Als ich diesmal nach der Dernière unserer Sommerproduktion eine Abschieds- Sonnenblume bekam, war mir plötzlich klar, dass ich an diesem Abend wahrscheinlich zum letzten Mal auf der Bühne des wunderschönen Wilhelma Theaters stand...




Rückblick Sommer 2007 - Die Lange Nacht des Betrugs



Die Lange Nacht des Betrugs

Vier Kammeropern
Mozart, Bastien und Bastienne
Menotti, The Medium
Krenek, Schwergewicht oder Die Ehre der Nation
Martinu, Die Tränen des Messers

Melanie Horner, Henning Jensen, Marcell Bakonyi, Kleopatra Papatheologou, Fanie Antonelou, Silvia Häntsche, Min-Jung Park, Byeong-In Park, Vahag Bagratuni, Jung-Min Park, Orsolya Ercsényi, Ivan Turþic, Jung-Bo Hahm, Nicola Lobmüller, Joong-Hwan Yoo, Henning Jensen, Sandra Tschernitsch, Kerstin Wagner, Matthias Nenner.

Musikalische Leitung: Miki Hashimoto, Marcin Dobrzanski, Maddalena Abele, Eun-Sun Kim; Am Flügel: Miki Hashimoto, Florian Kunz, Wolfgang Wiechert; Regie: Bernd Schmitt; Bühne und Kostüme: Claudia Philipp; Assistenz und Inspizienz: Magda Cerná-Spanidis; Dramaturgie: Simon Zimmermann.
Premiere: 26. Januar 2007

Fotos von Monika Brückner








"Kern suchte nach einem Betrug, konnte aber keinen entdecken."
aus: Bernd Schmitt Kern im Pornoladen

Wenn wir dabon ausgehen, das die Welt sich nur in einem Abbild in unserem Kopf konstituiert, findet dann nicht auch der Betrug, so es denn einen gibt, in unserem Kopf statt, statt in der Welt?
Wohl kaum. Denn Bastien war ja tatsächlich beim Fräulein auf dem Schloss (auch wenn niemand dabei war, der seinen Erfolg bestätigen könnte!)
Jedenfalls ist die Wut der Bastienne genauso real wie ihre Ohrfeigen (dafür allerdings gibt es Zeugen!).
Onkel Colas Glaube, dass er es gewesen sei, der das Liebespaar am Ende durch kluge Ratschläge wieder zusammengebracht hat, darf getrost unter der Rubrik Selbstbetrug abgehakt werden.

Bei einem Medium liegt der Verdacht auf Betrug förmlich in der Luft und wenn dieser dann durch die wahrsagende Dame noch höchst selbst eingestanden wird, scheint ja alles klar zu sein. Was aber, wenn die Betrogenen den Betrug nicht zugeben wollen? Verkehrte Welt.

Mit dem Schwergewichtsboxer Adam Ochsenschwanz betreten wir den Bereich des Sports. Im Sport ist Betrug von vornherein ausgeschlossen. Der Stärkere gewinnt. Aus. IDeses Werk scheint völlig zu Unrecht in dieses Programm geraten zu sein.
Da im letzten Stück der Teufel mitspielt, "Monsieur Satan", ist dieses stück natürlich a priori ein Stück über Betrug. Denn der Teufel ist immer der Betrogene, oder um Eleonores Fazit zu zitieren: Ich bin eine arme, unverstandene Frau! Kein Wunder! Wer sich in einen Gehenkten verliebt, dem pfeift im Winter ganz schön der Eiswind durch die Beine.















Lehrende

Künstlerische Gesamtleitung: Prof. Bernhard Epstein
Studienleitung: Michael Klubertanz
Szenische Leitung: Prof. Kathrin Prick
Szenischer Unterricht: Waltraud Lehner
Bernd Schmitt
Martin Theuer
Sonja Wassermann
Italienisch: Lucia Cericola
Französisches Repertoire: France Simard-Bruse
Körperarbeit: Prof. Wenjuan Shi-Benneke
Annette Bauer
Mario Heinemann
Dorothee Weinmann
Sprechen: Anke Kramer
Gesang: Prof. Francisco Araiza
Prof. Bernhard Jaeger-Böhm
Prof. Renée Morloc
Prof. Ulrike Sonntag
Prof. Dunja Vejzovic
u.a.
Korrepetition: William Girard
Miki Hashimoto
Steven Hess
Michael Klubertanz
Florian Kunz
Hans-Jörg Neuner
Claudio Rizzi
Felix Romankiewicz
Stefan Schreiber
Hiromi Shimomura


Studenten Sommersemester 2010